Archive for Juli, 2013

Eine Frage der Fairness

Montag, Juli 8th, 2013

Schon während der ersten IOI-Klausur konnte man merken, dass es im UQ Center, der großen Halle der University of Queensland, in der normalerweise u.a. Basketball gespielt wird, Schwierigkeiten gab. Dort finden die Klausuren statt, über 300 Laptops stehen für die Teilnehmer bereit und natürlich auch die Server, die schon während der Klausur alle eingereichten Lösungen live auswerten, damit die Teilnehmer direkt das seit einige Jahren gewohnte “full feedback” bekommen.

Doch als das Live-Scoreboard nach etwa 1,5 Stunden immer nur die gleichen Ergebnisse anzeigte und teilweise ganz leer blieb, wurde deutlich, was auch im Livestream nicht zu verhehlen war: Das Wettbewerbssystem war vollkommen überlastet, und die Contestants bekamen so gut wie keine Reaktion auf ihre Einreichungen mehr. Eine der Aufgaben (“Art Class”, zum Thema Datenklassifizierung) war aber besonders darauf angewiesen, dass man zumindest öfter einsenden und vom System entsprechende Rückmeldungen zum Erfolg der Lösung bekommen konnte.

Wie kann nun damit umgegangen werden? Was ist fair: Das Ergebnis dieser Klausur komplett zu streichen, nur das der Aufgabe “Art Class” zu streichen, diese Klausur in der Gesamtwertung unterproportional zu gewichten, … ? Gleich treffen sich die Teamleiter, um mit den Verantwortlichen die Lage zu besprechen – das wird spannend.

Live aus Brisbane!

Montag, Juli 8th, 2013

Für den ersten Tag kommt dieser Hinweis wohl bereits zu spät, denn in Deutschland ist es gerade 02:00 Uhr in der Nacht. Sollte aber doch noch jemand wach sein, lässt sich der Wettbewerb live verfolgen: Zum einen gibt es das aus den letzten Jahren schon bekannte Scoreboard, zum anderen eine komplette Website mit Berichten und Informationen und insbesondere einem Livestream, bei dem der niederländische Teamleiter Kim Schrijvers vom Verlauf der Klausuren und sicher auch anderen Dingen berichtet. Viel Spaß!

IOI 2013: Mögen die Spiele beginnen!

Montag, Juli 8th, 2013

Zu Asterix’ (oder von mir aus auch Caesars) Zeiten begannen mit diesem Ausruf die Kämpfe der Gladiatoren. In diesen modernen Zeiten und bei einem staatlich geförderten Projekt wie der deutschen Teilnahme an der Internationalen Informatikolympiade ist es – Gott sei Dank! – nicht mehr angesagt, mit Schwertern und anderen bösen Dingen aufeinander loszugehen. Bei der IOI ist ein scharfer Verstand mehr gefragt als ein scharfes Schwert, und ansonsten sind Begabung und viel Übung wohl die besten Waffen bei diesem Kampf der jungen Gladiatoren der Algorithmik.

Noch nie musste das deutsche Team so weit zu einer IOI reisen: Austragungsort ist diesmal Brisbane, die Hauptstadt des australischen Bundesstaates Queensland. Eröffnet wurde die IOI 2013 gestern (7. Juli); von der Eröffnungsfeier wird mir wohl der Aborigine “Uncle Albert” in Erinnerung bleiben, der daran erinnerte, dass die australischen Aborigines für die weltweit älteste lebendige Kultur stehen. Sein – und unser – Anliegen ist Bildung, und jemand wie Uncle Albert ist wichtig, um uns daran zu erinnern, dass neben der Förderung von Spitzentalenten wie bei der IOI die Unterstützung Benachteiligter nicht vergessen werden darf.

IOI Flagge

Die Flagge der IOI bei der Eröffnungsfeier in der “Anglican Church Grammar School” (liebevoll auch “Churchie” genannt) in Brisbane.

Die IOI 2013 wird an der University of Queensland ausgerichtet, deren St.-Lucia-Campus wunderbar am Brisbane River gelegen ist. Ein großer Komplex, bei dem neben den vielen Instituts- und Vorlesungsgebäuden die zahlreichen Sportanlagen auffallen, auf denen natürlich auch die aus deutscher Sicht eher exotischen angelsächsischen Sportarten wie Cricket, Rugby und Football (Australian Rules) betrieben werden.