Translating in Transsylvania

Die CEOI 2009 ist eröffnet! Prof. Horia Georgescu, einer der Gründer der CEOI, eröffnete den Wettbewerb heute im Kulturpalast von Tirgu-Mures. Eine beeindruckende Feier in stilvollem Ambiente mit (zu) vielen Reden und vielen kulturellen Einlagen – unter anderem einer “German dance group”: Der Austragungsort ist das Zentrum des Gebietes, in dem früher viele Siebenbürger Sachsen lebten, und immer noch wird deren Kultur gepflegt.

Impressionen aus der Wallachei
Impressionen aus der Wallachei

Die Anreise gestern war leicht abenteuerlich: Etwa 90 Minuten Verspätung ab München, der Anflug auf Cluj durch eine Gewitterfront, und dann zwei Stunden Autofahrt durch die Wallachei (in jedem Sinne 🙂 ), gegen die die Turbulenzen in der Gewitterwolke eher harmlos waren. Am Ziel freute sich das Team über ein nagelneues Hotel mit Swimming Pool, und die Teamleitung wird die knappe Woche in einem deutlich älteren Haus mit nicht funktionierenden Klimaanlagen auch überleben.

Fahnen am Hotel
Fahnen am Hotel – Deutschland steht Kopf

Nachdem es in der Nacht kräftig geregnet hatte, schien dann heute den ganzen Tag die Sonne. Unter diesem guten Vorzeichen verlief – nach der Eröffnungsfeier – die Practice Session ohne Probleme, und auch die Stadtbesichtigung war sehr nett, genau so wie die Guides des deutschen Teams, Alexandra und Norina. Norina war übrigens in der “German Dance Group” als “Mann” mit dabei; daraus möglicherweise abzuleitende Vermutungen gehen fehl.

Krönung der Stadtführung war eine historische Richtigstellung zu Vlad Tepes, auch “der Pfähler” genannt. Der war für seine extrem robusten Arten und Weisen bekannt, Gesetzesbrecher vom Leben zum Tod zu befördern, und als Sohn des Vlad Dracul Vorbild für Bram Stokers “Dracula”. Doch damit geschehe dem “Pfähler” Unrecht: Tepes und sein Gebiet waren Außenposten Europas im Kampf gegen die Ottomanen im 17. Jahrhundert, und nicht zuletzt trug seine Härte dazu bei, diesen Kampf erfolgreich zu bestehen. In gewisser Weise sei also Tepes (einer) der Retter Europas und dessen weiterer Entwicklung, so ein Mitglied des rumänischen Organisationsteams. Nun denn: Kolonialisierung, Weltkriege, Finanzkrise – alles wegen Vlad Tepes? Dann doch lieber als Graf Dracula in die Geschichte eingehen.

Während das Team einen erholsamen Abend erlebt und (hoffentlich) zeitig ins Bett geht, arbeitet die Teamleitung gerade an der Übersetzung der Aufgaben – womit wir dann endlich beim Titel des Posts wären. Verraten wird natürlich nichts; eine gute Möglichkeit, die anspruchsvollen Aufgaben so früh wie möglich zu lesen, bietet der Online-Contest der CEOI.

2 Responses to “Translating in Transsylvania”

  1. rrayst sagt:

    Das klingt nach einer vergnüglichen Zeit. Vielen Dank für den Bericht! 🙂

  2. Oleg Yuschuk sagt:

    Das klingt nicht nur nach einer vergnüglichen Zeit. Es war in der Tat eine sehr, sehr vergnügliche Zeit! =D