Algorithmen in der Arena

Schon am zweiten Tag der IOI 2019 sind wir mitten drin im Wettbewerb, der ja, wie schon gesagt, in der “National Gymnastics Arena” stattfindet. Nach etwa der Hälfte der Zeit hat Vincent die vermutlich etwas leichtere Aufgabe des Tages vollständig gelöst und auch bei einer anderen Aufgabe Punkte geholt. Das sieht gut aus! Auch Lennart und Erik haben bereits Punkte geholt, während Luis sich mit der Abgabe seiner Lösungen noch Zeit lässt. Voller Bewunderung darf man die Spitze des Feldes betrachten, wo die ersten Teilnehmer bereits zwei Aufgaben vollständig gelöst und auch in der dritten Aufgabe Punkte gesammelt haben. Wie in den letzten Jahren üblich kann man den Verlauf der Resultate im Live-Ranking verfolgen: https://ranking.ioi2019.az

Auf dem Weg zu den heutigen Aufgaben hatte die Teamleitung die Hürde der Übersetzung zu überwinden. Die englischen Vorlagen waren kurz und prägnant formuliert, so dass die Übertragung ins Deutsche grundsätzlich keine großen Schwierigkeiten machte. Dummerweise wurde aber an den Originalen noch eine Zeit lang gearbeitet. Darauf müssen natürlich auch die Übersetzer warten, und am Ende ging es dann doch erst um halb drei morgens ins Bett. Aufregung entstand um eine Aufgabe, in deren Einkleidung die Veranstalter ausgerechnet den meist umkämpften Ort im Konflikt mit Armenien um die Region Bergkarabach erwähnen mussten. Im Vorhinein hatte sich das “International Scientific Committee” der IOI bereits dagegen ausgesprochen, und diesem Vorschlag schloss sich die Versammlung der Teamleiter, die “General Assembly” an. Die Aufgabe wurde dann geändert, aber in der nächsten Fassung wurde dann ein Fluss in Armenien mit armenischem Namen erwähnt – was dann erneut Protest hervorruf, weil einige Teamleiter das als Versuch ansahen, den zuvor gefassten Beschluss zu umgehen. Die Mehrheit der IOI-Gemeinde ist sich einig: Politik hat im Wettbewerb und erst recht in den Aufgaben nichts zu suchen.

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