Die Teppichfrage

Bereits nach dem ersten Wettbewerbstag haben sich Erik, Lennart und Luis in eine Ausgangslage gebracht, von der aus die Medaillenränge gut erreichbar, aber keinesfalls sicher sind. Vincent hat sich hingegen sogar ein gutes Stück nach oben abgesetzt und die Silberränge ins Visier genommen.

Gestern stand nun erst ein entspannter Exkursionstag an, bei dem Coaches und Teilnehmer (leider in weitgehend getrennten Gruppen) die Hauptstadt Baku, deren historische Altstadt sowie das örtliche Teppichmuseum erkundet haben. Letzteres erstaunte vor allem durch die schier unermessliche händische Arbeit, mit der die Massen an ausgestellten und hochkomplexen Teppichen geknüpft worden sein müssen. Nur Vincent musste leider am Nachmittag aussetzen, nachdem er trotz seiner Gluten-Allergie vermutlich an ebensolches geraten ist – wir hoffen sehr, dass er den heutigen Wettbewerb wieder bei vollen Kräften bestreiten kann (bisher schlägt er sich jedoch wacker!).

Coach Gregor im Teppichmuseum.

Heute stehen nun überaus innovative Aufgaben im Fokus. Zuerst geht es bei einer Approximationsaufgabe darum, durch gegebene Punkte in einer Ebene einen Pfad zu ziehen, der stets entlang der Koordinatenachsen verläuft und aus möglichst wenigen Abschnitten bestehen soll. Auf diese Weise soll am Ende – man ahnt es schon fast – ein besonders ausgefallenes Teppichmuster entstehen.

In der zweiten Aufgabe, wenn der das Schwarz-weiß-Bild eines Roboters verarbeitet werden muss, geht es weniger um Algorithmen, sondern um das Erstellen einer logischen Formel, die die Entfernung zwischen zwei schwarzen Punkten prüfen kann. Hierfür ist es quasi unmöglich zu trainieren, sondern es ist vor allem Kreativität gefragt. Tatsächlich erreichen Vincent, Erik und Lennart hier bereits gut eine Stunde vor Schluss hohe Punktzahlen.

Und schließlich geht es in der dritten, wiederum weitaus algorithmischeren und vermutlich auch schwersten Aufgabe darum, sich an der Skyline von Baku auf einem möglichst kurzen Weg entlangzuhangeln. Den Teilnehmern aus fast allen Nationen scheint hierbei aber die Puste auszugehen.

Gut eine Stunde vor Ende des Wettbewerbs passt kaum ein Blatt Papier zwischen Vincent und die Silberränge, hoffentlich macht er noch ein paar Plätze gut! Erik liegt relativ solide im Bronzebereich, muss diese Position aber noch eine Stunde lang halten. Lennart fehlt derzeit hingegen leider ein kleineres und Luis sogar ein größeres Stück bis zu einer Medaille, sodass hier fast nur noch ein fliegender Teppich weiterhelfen kann. Aber eine Stunde lang ist noch alles offen!

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