Propaganda und Party

Am zweiten Ausflugstag ging es zunächst in ein Museum, das Center of Islamic Civilization. Die ersten Stationen des Museums waren relativ informativ und erzählten von der religiösen Geschichte der Region. Dabei durften wir auch eine der ersten sechs Niederschriften des Koran sehen. Allerdings waren wir alle von der letzten Station überrascht, bei der vor allem der Präsident und der durch ihn erzielte Fortschritt Usbekistans gelobt wurde.

Die Koran Halle mit einem der ältesten noch erhaltenen Korane.

Während des Museumsbesuches sind einige Teilnehmer nicht schnell genug gerannt und mussten gegen ihren Willen Interviews mit lokalen Fernsehsendern führen.

Links zu sehen ist die Koranschule, rechts die Rückseite der Moschee.

Nach dem Museumsbesuch wäre eigentlich noch der Besuch der Hazrati Imam Moschee und der Altstadt geplant gewesen. Dazu kam es jedoch aus Zeitgründen leider nicht und wir haben uns stattdessen in der naheliegenden Koranschule (Madrasa) umgesehen, deren Unterrichtsräume durch verschiedene Souvenirshops ersetzt wurden.

Für den zweiten Teil der Exkursion fuhren wir in die Berge bei Samsarak, was etwas außerhalb von Taschkent liegt. Dort hatten die Veranstalter einige Zelte und eine Bühne aufgebaut. Außerdem wurde uns angekündigt, dass es die Möglichkeit zum Pferdereiten, Bogenschießen, Töpfern und anderen traditionellen usbekischen Aktivitäten gibt.

Was wäre der Ausflug ohne gutes Essen? In riesigen Kesseln wurde traditioneller usbekischer Plov zubereitet. Um die Stationen für das Bogenschießen und das Reiten zu finden, brauchte man allerdings etwas Fantasie. Es gab eine riesige Zielscheibe, auf die man mit einem Fußball schießen konnte. Wir vermuten sehr stark, dass dies mit „Bogenschießen“ gemeint war. Die Reitstation entpuppte sich als ein mechanischer Bulle statt eines echten Pferdes.

Links: Pascal mit einem blauen Drachen, Rechts: Maksym beim Bullenreiten

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