Wenn die Zikaden singen

Allgemein sind Informatikolympiaden nicht gerade dafür bekannt, besonders viel Schlaf zu bieten. Dabei ist auch die diesjährige Ausgabe der IOI keine Ausnahme. Während früher Wettbewerbsstart und noch früherer Bustransfer die Teilnehmer beuteln, wird die Teamleitung umgekehrt – trotz tatkräftiger Untestützung aus Österreich, Luxemburg und der Schweiz – von Übersetzungspflichten bis tief in die Nacht hinein in Anspruch genommen. Da kommt das in seiner Reichhaltigkeit zunächst etwas ungewohnt erscheinende japanische Frühstück als morgendliche Stärkung gerade recht:

Üppig: das traditionelle japanische Frühstück bestehend aus Reis, Fisch und Miso-Suppe

Deutlich weniger üppig fielen leider zunächst die Punktzahlen der deutschen Teilnehmer aus, was dazu führte, dass sich die Haarfarbe der Teamleitung rapide der Farbpalette des Frühstücks annäherte. Während nach 20 Minuten bereits eine beachtliche Anzahl an Teilnehmern bei der einfachsten Aufgabe combo fast volle Punktzahl erreicht hatte, tat sich unser Team mit diesem Problem lange schwer. Da die sonstigen Aufgaben deutlich anspruchsvoller ausfielen, waren unsere Teilnehmer dadurch in den ersten drei Stunden allesamt unerwartet schlecht platziert. Selbst nach einem spontan anberaumten Entspannungsspaziergang zur Erholung der schwer strapazierten Nerven der Teamleitung war zunächst keine Besserung in Sicht.

Im Bild oben links deutlich zu erkennen: die hier allgegenwärtigen Zikaden (Fun Fact: die Zikaden stellen eine Unterordnung der Schnabelkerfe dar)

Glücklicherweise konsolidierten sich die Ergebnisse im weiteren Verlauf dann doch noch, sodass Tobias, Florian und Erik aktuell auf einem Bronzerang liegen. Aber auch Janine liegt nach starkem Schlussspurt nur drei Punkte von den Medaillen entfernt, sodass alle deutschen Teilnehmer weiterhin realistische Chancen auf Edelmetall haben. Generell geht es in diesem Bereich des Scoreboards nach dem ersten Tag allerdings sehr knapp zu: gerade für unsere Jungs ist sogar von Gold bis zu einem Sturz aus den Medaillenrängen noch alles möglich. Der zweite Wettbewerbstag verspricht also, nicht weniger spannend (bzw. nervenaufreibend) zu werden.

Zur selben Zeit an anderem Ort wurde die Teamleitung (mehr oder weniger freiwillig) mit Merchandise der offiziellen IOI-Botschafterin eingedeckt:

Auch ein einfaches Stück Papier möchte stilecht geschützt werden…

Heute ist zur Erholung eine Exkursion durch den Austragungsort Tsukuba angesetzt, bevor dann morgen der abschließende zweite Wettbewerbstag ansteht. Wir werden über beides an dieser Stelle berichten.

 

PS: Bei der Eröffnungsfeier am Sonntag war das Fotografieren aus Sicherheitsgründen nur akkreditierten Pressevertretern gestattet, weswegen wir hier leider keine Bilder zur Verfügung stellen konnten. Mittlerweile haben die IOI-Veranstalter aber eine Sammlung entsprechender Fotos veröffentlicht.

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