Schiffbruch erlitten

… hat das deutsche Team mit seinem Ergebnis bei der diesjährigen CEOI sicherlich nicht dafür aber heute morgen ganz wörtlich beim bereits angekündigten Donauseitenkanalwildwasserparkrafting: als das Schlauchboot des Deputys auf freier Strecke Halt machte, fuhr unsere Mannschaft mit dem ihren auf und kenterte genau 17 Sekunden später*. Davon unbeeindruckt konnten unsere Jungs aber offensichtlich vom nassen Element nicht genug bekommen und gingen danach als einzige Delegation noch zum Schwimmen mit so viel Enthusiasmus, dass sie darüber das Mittagessen ganz vergaßen und folglich verpassten.

Leider können wir im Bezug auf den Wassersport weder mit Fotos noch mit Videos dienen (weil nass), als Ersatz haben wir aber diese Perle der Filmkunst vom gestrigen Abend (Stil: film noir in den Hauptrollen: Lennart, die Hände des Deputys und Grillkäse)…

Obwohl das Team beim Wassersport jede Menge Spaß hatte, war der eigentliche Höhepunkt des heutigen Tages zweifelsohne die Abschlusszeremonie mit der darin eingebetteten Siegerehrung, in der auch Lennart seine Bronzemedaille erhielt.

Lennart bekommt Medaille und Urkunde von Monika Steinová, der Vorsitzenden des Scientific Committee der diesjährigen CEOI, überreicht

Als Gesamtsieger wurde der Ungar Tóth Balázs ausgezeichnet, der 374 von 600 Punkten für seine Lösungen erhielt. Besonders erfreulich, bedenkt man die chronischen Probleme der nationalen und internationalen Informatikwettbewerbe Teilnehmerinnen zu finden, war, dass gleich zwei der jungen Frauen im Feld Medaillen erringen konnten: sowohl Laura Ioana Georgescu aus Rumänien als auch die Ukrainerin Sofiia Melnyk durften sich über Silber freuen. An dieser Stelle ein herzlicher Glückwunsch an alle Medaillengewinner zu ihrer großartigen Leistung! Doch auch wer bei dieser außergewöhnlich starken Konkurrenz leer ausgegangen ist, kann stolz sein, es so weit geschafft zu haben, denn damit gehört er zweifelsfrei zu den besten Nachwuchsinformatikern seines jeweiligen Landes.

In einem Blogbeitrag über die Siegerehrung dürfen natürlich auch die obligatorischen Mannschafts- und Medaillenfotos nicht fehlen eine Pflicht, der wir hiermit nur allzu gerne nachkommen:

Wer im feinen Zwirn zur Siegerehrung erscheint, der bekommt auch eine Medaille (oder war es umgekehrt?) v.l.n.r.: Erik Sünderhauf (Platz 36), Luis Bahners (Platz 48), Lennart Ferlemann (Bronze; Platz 16) und Vincent de Bakker (Platz 43)

Lennart mit seiner wohlverdienten Bronzemedaille

Im direkten Anschluss an die Siegerehrung gab es exklusiv für die Teamleiter und Deputys ein besonderes Abendessen eine vermutlich gutgemeinte, aber doch etwas experimentelle Entscheidung der Organisatoren. Wir waren demgemäß auch froh, dass wir unsere Teilnehmer zumindest bei der abschließenden Party sehen durften.

Morgen wird das deutsche Team dann wieder in die Heimat reisen, bevor es für unsere Jungs schon in exakt einer Woche zur IOI nach Baku geht. Auch über diesen abschließenden und krönenden Wettbewerb des Jahres wird natürlich an dieser Stelle eifrig berichtet werden – dann allerdings in anderer Person, da die Teamleitung zwischen den Olympiaden wie üblich wechselt. Wir verabschieden uns somit an dieser Stelle, wünschen der Mannschaft schon jetzt viel Erfolg und werden für die Jungs definitiv aus der Ferne die Daumen drücken.

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* na gut, die Zeitangabe ist frei erfunden, da der Teamleiter gar nicht persönlich dabei war (er ist eben ein alter Langeweiler es gab nicht genug Boote für alle)

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