Archive for Juli, 2026

Bus-Kuscheln

Mittwoch, Juli 8th, 2026

Früh morgens geht es nun für uns schon wieder raus – mit dem Frühstück müssen wir um 8 Uhr fertig sein. Nun geht es zur Uni, wo die Practice Session stattfinden soll. Zu Fuß sind es etwas mehr als 30 Minuten; mit dem Bus wären es allerdings über 60 Minuten. Daher starten wir den Morgen mit einem ausgedehnten Spaziergang. Die Strecke ist schön, neben Flüssen geht es durch Wohngebiete und Parks.

Von links nach rechts: Rasmus, Maksym, Kevin, Daphne, Katharina, Shuheng

Angekommen gibt es noch eine kleine Auffrischung über die Regeln, dann geht es zur Practice Session. Innerhalb von 2 Stunden wird ausgiebig getestet und einige Probleme im System aufgedeckt – hoffentlich können diese vor dem Contest morgen noch behoben werden.

Nach dem Mittagessen steht die Opening Ceremony an – wieder am anderen Ende der Stadt. Dieses Mal nehmen wir den Bus. Dieser fährt allerdings nur einmal pro Stunde. Wir beeilen uns zur Haltestelle zu kommen; viele andere Delegationen ebenfalls. Der Bus kommt – und mit etwa 10 Delegationen wird es doch sehr kuschelig im Bus. Die Schweizer Delegation entscheidet sich lieber zu warten – ob sie wohl rechtzeitig bei der Opening Ceremony ankommen werden? Wir jedenfalls sind fast 45 Minuten zu früh dort. Es folgt eine ausgedehnte Tichu-Runde. Die Opening Ceremony startet pünktlich mit der slowenischen Nationalhymne. Ohne die Schweiz. Ohne Ungarn. Ohne Polen. Auch im gesamten Verlauf der Opening Ceremony stoßen sie leider nicht mehr dazu und kommen erst über eine Stunde zu spät – nun wissen wir zumindest, warum wir morgens immer zur Contest Halle laufen… Es folgen einige Foto-Shootings und eine weitere Busfahrt zur Altstadt. In der nun folgenden Freizeit erkunden wir vor allem den Drachenladen – unseren blauen Drachen können wir hier nicht finden, aber viele spannende Alternativen. Wir machen noch einen Spaziergang zur Burg, bevor es mit der Bus zurück zum Dormitory geht.

Die Delegation auf der Burg

Nach dem Abendessen geht es für die Teilnehmer*innen ins Bett – und für uns an einen langen Übersetzungsabend (es ist doch immer wieder erstaunlich wie man mit drei Ländern, die in die selbe Sprache übersetzen, länger brauchen kann, als die meisten Länder, die allein übersetzen).

Illegale Wohngemeinschaften

Mittwoch, Juli 8th, 2026

Das CEOI-Team reist zuerst ohne Team-Leader Katharina an. Für uns lief die Anreise reibungslos, Wartezeit wurde mit Tichu-Runden und Würfeln auf Discord verbracht. In Ljubljana wurden wir per Auto abgeholt und zur Unterkunft gebracht. Eigentlich hatten wir uns das Einchecken sehr entspannt vorgestellt, doch das hat sich nicht bewahrheitet. Wir bekamen nicht direkt die Zimmerschlüssel, sondern wurden durch das Haus geführt. Teilweise durfte sogar das Zimmer ausgewählt werden, allerdings war es nötig, den Schlüssel erst wieder unten im Erdgeschoss abzuholen. Dabei mussten wir schnell sein, denn nach uns sollten andere, wartende Teams auch noch die Führung bekommen. Einige Verwirrung gab es dann auch noch, als Daphne ein Zimmer mit Katharina teilen sollte. Das dürfte den Regeln nach gar nicht erlaubt sein, wo doch Katharina als Team-Leader an den Abenden vor den Contests nach dem GA-Meeting nicht mehr mit den Teilnehmern kommunizieren sollte.

Die Teilnehmer*innen in der Jugendherberge; von links nach rechts: Maksym, Kevin, Rasmus, Daphne.

Nachdem endlich alles geklärt und unser Gepäck auf den Zimmern verstaut war, ging es für uns in die Innenstadt. Dort stärkten wir uns und wollten auch noch ein wenig die Stadt erkunden, doch recht bald schien sich ein Gewitter anzubahnen und es fing an zu regnen. So fuhren wir wieder zurück zur Unterkunft, wo natürlich wieder Tichu gespielt wurde; Zeit, die Stadt zu sehen, wird es später auch noch geben.

In der Stadt unterwegs…

Team Leader Katharina auf Sidequests: Da ich es mit möglichen Zugverbindungen und nicht vorhandenen Vertrauen in die deutsche Bahn, nicht rechtzeitig nach Frankfurt schaffen konnte, hatte ich stattdessen am Abend einen Flug von München. Da beim Rest des Teams zum Glück alles glatt lief, nahm ich dafür alle erdenklichen Unterbrechungen mit: Bauarbeiten auf der Strecke, ein defekter Zug blockiert das Gleis, aufgrund zu großer Verspätung endet der Zug heute in Nürnberg anstelle von München. Nachdem ich es noch gerade so rechtzeitig (innerhalb von 7 Stunden) bis zum Flugzeug geschafft hatte und nun doch beinahe hoffte, ich hätte das Schlimmste überstanden, rollten wir über das Startfeld, bereit zum Abheben und… blieben erstmal noch eine Stunde genau dort stehen, denn genau in diesem Moment begann es zu gewittern. 😄 Aber auch ich schaffte es dann irgendwann ins Dormitory.