




Damit verabschieden wir uns aus Finnland und freuen uns auf die nächste Olympiade!





Damit verabschieden wir uns aus Finnland und freuen uns auf die nächste Olympiade!







Für einen Teil des Teams und die Hälfte der Teamleader begann die Anreise bereits am Dienstag, um am frühen Mittwochmorgen vom dann vollständigen Team mit einem gemeinsamen Flug von Berlin nach Helsinki fortgesetzt zu werden. Das nicht von allen willkommene frühe Aufstehen wurde immerhin mit einem entspannten Zeitplan belohnt. Die entstehende Wartezeit am Dienstag wurde u. a. mit Tichu totgeschlagen, dem wohl meistgespielten spektakulären Spiel auf BOIs.





Morgen geht es um 9:00 Uhr (Ortszeit) mit dem ersten Contest los. Wir sind schon ganz gespannt! Das Scoreboard wird man live unter https://boi2026.cses.fi/scores verfolgen können.
Der heutige Tag begann mit einer Exkursion zur Burg Gollub. Diese hat die Form eines großen Würfels und enthält darin alles, was eine echte Burg so braucht: Einen dunklen Kerker, hinter Gemälden versteckte Geheimgänge und natürlich die obligatorischen Waffensammlungen. Höhepunkt des Ausflugs war aber die Aufführung einer sehr kleinen Schar von Reitern, die sich in der Tradition der Polnischen Flügelhusaren sahen.

Zhuoyu mussten wir leider in der Burg zurücklassen. Spenden sie hier, um sie frei zu kaufen.
Passenderweise wurde der dazugehörige Vortrag nicht auf Englisch gehalten. Laut der Übersetzung unseres Local Guides Kamil prahlte der Anführer vor allem damit, wie viele Menschen man mit so einer Husarenlanze gleichzeitig aufspießen kann (und zwar beunruhigend viele). Vermutlich aus hygienischen Gründen führten die stolzen Kavalleristen das aber nur mit Metallringen und Kohlköpfen vor.
Zurück in Toruń konnten sich die Teilnehmenden noch ein letztes Mal in der Stadt umsehen und mit Cola und Souveniers eindecken. Abends ging es zur sehr festlich gestalteten und von wirklich exzellenten musikalischen Einlagen des polnischen Olympiadenteams(!) umrahmten Closing Ceremony.
Die sehr guten Leistungen der deutschen Delegation schlugen sich in drei Bronzemedaillen für Kevin, Pascal und Efe nieder, während Maksym und Shuheng ihre wohlverdienten Goldmedaillen in Empfang nahmen. Die meisten Punkte erzielte Daniel Weber aus Israel, der sogar die maximale Punktzahl erreichte. Weil Israel nur als Gastland an der BOI teilnimmt, wurde Michał Wolny aus Polen zum offiziellen Sieger gekürt – auf diesen hat Maksym gerade einmal 25 Punkte Rückstand.
Damit endet die diesjähre Baltische Informatik-Olympiade. Morgen verabschieden wir uns (sehr) früh aus Toruń und nehmen viele schöne Erinnerungen mit auf die Heimreise. Die nächste Olympiade ist dann die Zentraleuropäische Informatik-Olympiade in Rumänien.
Im zweiten Contest konnten die deutschen Teilnehmenden die guten Ergebnisse von gestern sogar noch steigern! Heute mussten sie möglichst wenige Lebkuchenkekse kaufen, die Notizen von Kopernikus interpretieren und als Stadtplaner tätig werden. Kevin verbesserte sich auf einen Bronzerang, auf dem sich Pascal und Efe weiterhin behaupten konnten. Shuheng ergatterte genau wie Maksym eine Goldmedaille. Dieser stand am Ende auf einem starken dritten Platz! Zhuoyu tat sich etwas schwerer, aber auch sie konnte an beiden Tagen Punkte erzielen.
Nach diesem anstrengenden Vormittag fand eine Exkursion zum astronomischen Observatorium der Universität statt – überraschenderweise ganz ohne Anspielungen auf Kopernikus. Hier erfuhren wir so einiges über den aktuellen Forschungsstand der Astronomie, von Harvard für genau 99 Jahre verliehene Teleskope (die bald zurückgegeben werden müssten) sowie eine maßstabsgetreue Darstellung unseres Sonnensystems. Der Tag endete schließlich mit einer bösen Überraschung für unsere Guides: Etwa ein Fünftel der Teilnehmenden war versehentlich im Observatorium zurückgelassen worden…
Der erste Contest ist nun vorüber. Die Teilnehmenden mussten ein kompliziertes Akronym erraten, eine Stadttour planen und den merkwürdigen Initiationsritus der WG im schiefen Turm von Toruń überstehen. Darin war das deutsche Team ziemlich gut: Aktuell liegen Efe und Pascal in den Bronzerängen, während Shuheng sogar auf dem (geteilten) besten Silberrang steht. Maksym beendet den Tag mit einem starken vierten Platz und bekäme damit aktuell eine Goldmedaille! Das gesamte Ranking lässt sich weiterhin unter https://ranking.boi25.pl/ einsehen.
Allerdings waren die Aufgaben heute verhältnismäßig schwer, weswegen insgesamt wenig Punkte vergeben wurden und die Punktzahlen nahe beieinander liegen. Kevin und Zhuoyu haben also noch gute Chancen, ihren geringen Rückstand aufzuholen.

Diese überdimensionierten Bauklötze sind eigentlich Teil eines mathematischen Rätsels. Kevin und Maksym versuchen sich jedoch lieber im Bauingenieurwesen.
Nachmittags durften sich die Teams bei einer Schnitzeljagd durch die Stadt entspannen. Diese wurde zwar nicht von ihren Algorithmen geplant, aber den schiefen Turm von Toruń gibt es tatsächlich. Wenn man sich an dessen Wand lehnen kann, ohne umzufallen, dann ist man dem Aberglauben nach nicht zu sehr von Sünden belastet. Das war überraschend schwierig…

Natürlich ist Kopernikus auch im Stadtbild omnipräsent. Hier posiert er für ein Gruppenbild mit Teilnehmenden und Teamleitung.
Auch sonst konnte unser Local Guide Kamil zu fast jeder Ecke der sehr gut erhaltenen und schön begrünten Altstadt eine Anekdote oder Legende erzählen: So kann man beispielsweise eine Hundestatue auf verschiedene Arten streicheln, um wahlweise Weisheit, Liebe oder Geld zu erhalten (bei letzterem sollte man aber nicht zu gierig sein). Es gibt sogar eine eigene Version des Rattenfängers von Hameln: In Toruń wurden aus den Ratten Frösche und aus der Pfeife eine Fiedel.

Für die Schnitzeljagd mussten die Teilnehmenden kreative Fotos anfertigen. Hier soll das Seeungeheuer Kamil eingefangen werden.
Morgen geht es dann weiter mit dem zweiten Contest. Genau wie heute auch wird es eine Stunde nach Beginn möglich sein, diesen per Live-Ranking zu verfolgen.