Grandioser Gesamtsieg in Cluj

Juli 12th, 2025

Zunächst einmal die guten Ergebnisse der diesjährigen CEOI:

  • Maksym: Platz 1 mit 353 Punkten
  • Daphne: Platz 36 mit 140 Punkten
  • Kevin: Platz 38 mit 129 Punkten
  • Shuheng: Platz 40 mit 124 Punkten

Ein glücklicher Maksym mit einem grandiosen ersten Platz

vlnr: Shuheng, Maksym, Kevin, Daphne

Im Anschluss an die Closing Ceremony gab es dann noch etwas sportliche Betätigung für das ganze Team beim Lastertag mit den Österreichern. Dort wurden wir wie letztes Jahr haushoch geschlagen 🙁 Es wird also wieder eine Revanche geben müssen. Morgen heißt es dann früh Abschied nehmen von Cluj-Napoca, bevor wir uns auf den Heimweg nach Deutschland machen. Die nächste Olympiade ist dann die EGOI, welche bereits Anfang nächste Woche startet und danach die IOI in Bolivien Ende Juli.

Packende Punktejagd in Rumänien

Juli 11th, 2025

Am zweiten Contestag durften sich die Teilnehmer damit beschäftigen, wie man Theseus erfolgreich aus dem Labyrinth herauslotsen kann, wie man die Anzahl an Permutationen mit speziellen Eigenschaften findet und wie sich die Schönheit eines Arrays effizient berechnen lässt.

Es war ziemlich nervenaufreibend für die Teamleitung den Contest zu beobachten, da sich Daphne, Kevin und Shuheng immer wieder in die mittleren Bronzeränge vorgekämpft haben um dann von anderen Teilnehmern wieder überholt zu werden. Am Ende hat es dann leider nicht mehr ganz für Bronze gereicht und sie sind ganz knapp unter den Medaillenrängen gelandet. Außerdem hat sich Maksym mit einem rumänischen Teilnehmer ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz geliefert. Erst 5 Minuten vor Schluss wurde dieses Rennen durch Maksym entschieden, womit er sich den Gesamtsieg der CEOI sichern konnte!

Die Hölle ist in Wirklichkeit ein Salzbergwerk

Juli 10th, 2025

Und sie ist kalt. Sehr kalt.

Heute durften sich die Teilnehmer erholen, da die Exkursionen stattfanden. Der Tag begann nach einem langen Transfer in der Hölle? Höhle? Salzmine! “Salina Turda”.

In dieser wurde früher Salz abgebaut – nun ist sie ein Museum, um Olympiadenteilnehmer zu unterhalten.

Diese findet man tief unter der Erde, wofür man erst sehr viele Treppen runtergehen muss (was innerhalb der Exkursion noch deutlich öfter vorkommen wird).

In der Mine wurden uns viele verschiedene Maschinen gezeigt, mit denen das Salz abgebaut wurde. Das Highlight war jedoch eine Abbaugrube, die in einen Freizeitpark umgewandelt wurde, in welcher wir auch mit dem Boot gefahren sind (und manche Teilnehmer unfreiwillig das Salzwasser mit dem Auge getestet haben).

Nach einem Sprint über die Treppen nach oben, ging es weiter mit einem schicken Buffet. Dort erwartete uns neben dem leckeren Essen noch eine unangekündigte Pferdeshow. Dort zeigten uns die Reiter verschiedene gefährliche und beeindruckende Tricks, wie unter anderem sich kopfüber neben dem galoppierenden Pferden aufhängen.

Zuletzt wurden wir zur Thorenburger Schlucht gebracht, wo eine Wanderung geplant wurde. Diese wurde jedoch abgesagt, da die Organisatioren keine Teilnehmer verlieren/verletzen wollten. Wir mussten also schon nach einigen Fotos und überaus anstrengenden 100m Fußweg direkt wieder gehen. Letztlich ließen wir den Abend mit einigen Kartenspielen ausklingen und gingen früh schlafen um für den nächsten Contest ausgeruht zu sein.

Rasende Rumänische Rasenmäher

Juli 9th, 2025

Heute ging auch schon der erste Contest los. Die Teilnehmer mussten Brettspiel-Runden organisieren, als Vampire Türme erklimmen, und den (rumänischen) Rasen mähen. Und zumindest in den deutschen Übersetzungen einer Aufgabe konnten sie fleißig Münzen sammeln.

Maksym konnte sich einen bewundernswerten ersten Platz ergattern, während Daphne und Kevin nur leicht unter den Medaillenrängen sich befinden. Shuheng ist etwas weiter unten, jedoch haben alle Teilnehmer noch eine Chance, da die Punktzahlen sehr dicht sind.

Nach dem ersten Contest gab es dann auch endlich ein deutsches Team-Foto.

Vlnr: Daphne, Kevin, Maksym und Shuheng

Warum halten wir eine Schweizer Flagge? Unklar. Es ist aber anzumerken, dass es sich hier nicht um die normale Schweizer Flagge, sondern um die «Schweizerflagge zur See» handelt - quadratische Flaggen zu produzieren ist anscheinend schwierig.

Ein Foto mit den Österreichern zusammen haben wir auch gemacht.

Nach der Fotosession ging es weiter mit der Contest Analysis und einem Workshop, welcher überraschend schwer auffindbar war. Nach einigen anstrengenden Minuten wurden wir von Freiwilligen zu dem richtigen Raum geführt.

Am Abend wurde sich auch mit anderen Ländern unterhalten und um die Wette geschummelt. Das Ziel war, möglichst schnell alle Karten loszuwerden – nicht notwendigerweise durch Ablegen, denn die Karten dürfen auch anderwertig verloren gehen. Überraschenderweise war das Deck am Ende des Spiels wieder vollständig.

CEOI Tag 2 – Extremes Wetter und Frittiertes Hühnchen

Juli 8th, 2025

Nachdem das deutsche Team – das einzige Team ohne Teamfoto – vereint war, ging es auch schon mit der Opening Ceremony los. Neben den üblichen Grußworten und Lobreden haben auch rumänische Künstler ihre Talente in traditionellen Tänzen und Musikdarbietungen gezeigt. Dieses Talent wurde nicht von den Teamleitern geteilt, als sie ihre Teams auf der Bühne vorstellen mussten.

Auf der Bühne hat die Organisation eine Runde “finde den Fehler” für das ukrainische Team vorbereitet.

Trotz der extremen Wetterwarnungen, die wir erhalten haben, ging es dann pünktlich los zur Practice Session und zurück. Wir konnten das Unwetter fürs Erste vermeiden.

Danach ging es auch schon mit der Practice Session los. Nach dieser hoffen wir, dass die Organisatoren mehr Mühe in die Aufgaben für die echten Contests gesteckt wurde – denn es gab nur zwei Aufgaben, und keine Grader-Dateien zum Testen.

Neue Teamflagge: 🟥

Ein Teil des deutschen Teams mit Local Guides, Österreichern und eine Statue vor der Kirche.

Vor dem Abendessen kam ein Teil des Teams in den Genuss einer kleinen Stadtführung. Einer unserer Guides erzählte uns mehr über die Geschichte von Cluj-Napoca. Der Spaziergang führte uns auch zur Michaelskirche. Als tatsächlich ein Sturm mit starken Windböen ausbrach, suchten wir in dieser Schutz. Im Inneren konnten kunstvolle Buntglasfenster, interessante Wandmalereien und zahlreiche Orgeln bewundert werden. Leider schloss die Kirche und wir mussten unseren Weg durch den Sturm fortsetzen. Auf dem Rückweg fing es an zu regnen, woraufhin wir zum Hotel sprinteten. Alle kamen nass an. Danach wurde in Regenschirme investiert.

Nach dem Abendessen wäre es dann endlich soweit für das lang ersehnte deutsche Team-Foto. Dies wurde jedoch abgesagt, da ein Teilnehmer fehlte. Wir konnten nicht vorhersehen, dass dieser seinen täglichen Fleischbedarf noch im nächsten KFC decken musste.

Ein alternatives Team-Foto, jedoch ohne Team.

CEOI Tag 1 – Zeit, Zeit und zu viel Zeit

Juli 7th, 2025

Heute beginnt die Anreise zur CEOI 2025 in Rumänien, und endet tatsächlich nur für die Hälfte am heutigen Tag. Während das deutsche Team keine Teamleiter hatte, schlossen sich Maksym, Daphne und Kevin schon dem österreichischen Team an. Fürs deutsche Team gab es daher kein Team-Foto. Zuerst ging es in ein außergewöhnliches Museum zu Steampunk, einem Subgenre von Sci-Fi, wo es sogar eine Zeitmaschine gab. Diese wurde jedoch langweiligerweise in das Jahr 2025 gestellt.

Die Zeitmaschine

Während Shuheng, Erik (Team Leader) und Julian (Team Leader) das Flugzeug suchten, spielten die anderen Karten im Hotel. Die Dreiergruppe mit den Team Leadern flog im kleinen, aber feinen Flughafen in Memmingen (München-West!) ab. Dort wurde in den engen Warteräumen, umgeben von zahlreichen Fliegen, auf das Boarding gewartet. Nach einer anfänglichen Verspätung von zwei Stunden konnte das Boarding endlich beginnen, nur um festzustellen, dass kein abflugbereites Flugzeug bereitstand. Alle Fluggäste mussten zurück ins Terminal, wo die Verspätung in 1h Schritten immer weiter stieg. 9,5 Stunden nach regulärer Abflugszeit war es endlich so weit: Die Wizards von WizzAir haben es geschafft, das Flugzeug zu reparieren. Und so kam auch der restliche Teil des Teams nach Rumänien.

Auch wenn wir es uns gewünscht hätten: Das Flugzeug im Bild ist leider nicht das richtige.

Teile des Teams suchen hochprofessionell nach dem richtigen Flugzeug.

Gold und Bronze in Polen

April 28th, 2025

Der heutige Tag begann mit einer Exkursion zur Burg Gollub. Diese hat die Form eines großen Würfels und enthält darin alles, was eine echte Burg so braucht: Einen dunklen Kerker, hinter Gemälden versteckte Geheimgänge und natürlich die obligatorischen Waffensammlungen. Höhepunkt des Ausflugs war aber die Aufführung einer sehr kleinen Schar von Reitern, die sich in der Tradition der Polnischen Flügelhusaren sahen.

Diese Rüstung hat genau die richtige Größe für Shuheng.

Zhuoyu mussten wir leider in der Burg zurücklassen. Spenden sie hier, um sie frei zu kaufen.

Passenderweise wurde der dazugehörige Vortrag nicht auf Englisch gehalten. Laut der Übersetzung unseres Local Guides Kamil prahlte der Anführer vor allem damit, wie viele Menschen man mit so einer Husarenlanze gleichzeitig aufspießen kann (und zwar beunruhigend viele). Vermutlich aus hygienischen Gründen führten die stolzen Kavalleristen das aber nur mit Metallringen und Kohlköpfen vor.

Nach dem spannenden Kampf „Lanze vs. Kohlkopf“ hieß es noch „Säbel vs. Apfel“.

Zurück in Toruń konnten sich die Teilnehmenden noch ein letztes Mal in der Stadt umsehen und mit Cola und Souveniers eindecken. Abends ging es zur sehr festlich gestalteten und von wirklich exzellenten musikalischen Einlagen des polnischen Olympiadenteams(!) umrahmten Closing Ceremony.

Die sehr guten Leistungen der deutschen Delegation schlugen sich in drei Bronzemedaillen für Kevin, Pascal und Efe nieder, während Maksym und Shuheng ihre wohlverdienten Goldmedaillen in Empfang nahmen. Die meisten Punkte erzielte Daniel Weber aus Israel, der sogar die maximale Punktzahl erreichte. Weil Israel nur als Gastland an der BOI teilnimmt, wurde Michał Wolny aus Polen zum offiziellen Sieger gekürt – auf diesen hat Maksym gerade einmal 25 Punkte Rückstand.

vlnr.: Zhuoyu Du, Efe Bilgin, Kevin Haocheng Gong, Pascal Atzler, Shuheng Wei, Maksym Shvedchenko

Und hier die gesamte Delegation mit Teamleitung und Local Guide.

Damit endet die diesjähre Baltische Informatik-Olympiade. Morgen verabschieden wir uns (sehr) früh aus Toruń und nehmen viele schöne Erinnerungen mit auf die Heimreise. Die nächste Olympiade ist dann die Zentraleuropäische Informatik-Olympiade in Rumänien.