Archive for the ‘IOI’ Category

IOI in Nicht-Singapur

Sonntag, Juni 20th, 2021

Ebenso wie die EGOI findet die IOI für das deutsche Team nicht im Gastgeberland (Singapur) statt, sondern in Bonn – gut erreichbar von der BwInf Geschäftsstelle. Nach einigen Aufbauarbeiten ging es auch direkt mit der Practice-Session los, in der die Teilnehmer schon ein paar Aufgaben gelöst haben, aber auch einige Ernstfälle, wie z.B. das Austauschen eines abgestürzten Laptops geprobt wurden. Das Ranking ist deshalb (und weil die Aufgaben größtenteils schon bekannt waren) mit Vorsicht zu genießen!

Unser Contestraum – hier gewinnen wir die Medaillen!

Direkt im Anschluss hat die Opening-Ceremony stattgefunden, die natürlich noch im Nachhinein auf Youtube angeschaut werden kann. Neben viel Werbung für die NUS (nicht zu verwechseln mit Nuss) und einer Villa von Queen Victoria hat die Präsidentin von Singapur einige aufmunternde Worte gefunden.

Opening Ceremony: Ein Interview mit Mr. Fredrik Niemelä vom ITC

Ganz anders als so manch ein Schubladendenker vermuten würde, ist unser Freizeitprogram keineswegs mit Tastaturen und Monitoren gefüllt. Ganz im Gegenteil: Wir waren draußen am Strand des Rheins und haben Sandburgen gebaut. Und auch die sportliche Betätigung auf den Trainingsgeräten des örtlichen Spielplatzes durfte nicht fehlen. Und am Abend haben wir uns gegenseitig im Tischtennis und Tischkicker herausgefordert. Leider war der Raum direkt unter dem Dach, das die meiste Hitze abbekommen hat – naja, die nächsten Tage sollen ja etwas kühler werden.

Unsere Sandskulptur – wir sind recht stolz, wie gut man das IOI-Logo erkennen kann 🙂

Kletterpark?

Sonntag, September 20th, 2020

Schlafende Coaches soll man nicht wecken. Finde ich auch. Man stelle sich übrigens meine Überraschung vor, als ich heute zur Frühstückszeit beim Lesen des nächtlichen Blogeintrags erfahren durfte, dass wir vorgestern einen Bäcker zum Mittagessen hatten. Das war mir nicht bekannt, vielmehr war ich in meinem Fall von einer Semmel mit Camembert ausgegangen. Und ein Spaziergang durch die schönen, man möchte sagen pittoresken Weinberge des Ahrtals ist ja auch nicht für jeden gleich ein Gewaltmarsch, selbst wenn er aufgrund eines klitzekleinen Planungsfehlers meinerseits im Stechschritt geschehen muss. Aber genug von mir, hier ist ein Gebäude, von dem man meinen könnte, es sei von Egon Eiermann entworfen worden, welcher aber offenbar lediglich im Planungsrat saß:

(Wenn’s brennt, wird man schlimmstenfalls nass)

Wäre diese Frage also auch geklärt.

 

Ach ja, der Kletterpark. Na gut! Achtung, manche der folgenden Bilder sind möglicherweise ungeeignet für Menschen mit Akrophobie.

Wer fliegt so spät durch Tag und Wind?
Es ist Lorenzo, ganz gelind;

Hier rudert Yasmine mit ihren Arm’,
Auch das ist sicher — kein Grund für Alarm.

Dort ist Marc, grüßt mit freundlichem Gesicht —
Runterfallen? Auch er wird es nicht.

Nur Bumjun, ob mit, ob ohne Schweif — Kein Photo da, nur ein Nebelstreif…

Will sagen: Bumjun war so freundlich, beim Ausflug einige Fotos zu machen. Leider hat er kein Selfie gemacht. 🙁 Da wird gleich noch das Archiv durchstöbert werden, um ein Bild zu finden, das ersatzweise geliefert werden kann.

Das Team hat Bonn übrigens schon verlassen und ist jetzt auf der Rückreise. Die Siegerehrung ist erst am Mittwoch um 15:30 Uhr (Link zur Übertragung). Was bleibt noch zu sagen? Schön war’s. Danke fürs Lesen, ciao!

Bronze in Bonn

Sonntag, September 20th, 2020

Die Teilnehmer bereiten sich auf den Wettbewerb vor. Unser Maskottchen Bernhard, der Biber vom Biberwettbewerb war natürlich auch dabei.

Nach dem Mittagessen ging es dann los. Die Teilnehmer mussten Netzwerkprobleme lösen, Pilze kategorisieren und Kekse verpacken. Wie beim ersten Tag konnten wir Coaches kein Scoreboard sehen, damit wir nicht unbeabsichtigt Hinweise geben können. Recht schnell nach dem Wettbewerbsende wurde aber schon das vorläufige Scoreboard veröffentlicht. Darauf sieht man, dass Marc (Gerhard) und Lorenzo eine Bronzemedaille gewonnen haben. Einem aufmerksamen Leser wird außerdem auffallen, dass Yasmine 3,62 Punkte hinter den Bronzerängen lag. Und auch Bumjun lag nur zehn Plätze weiter unten. Insgesamt also ein sehr knappes Ergebnis.

Das war die 20-Tonnen Betontür, die eine Hiroshima-Bombe aushält. Wenn die Sirene angeht muss man den getigerten Bereich sofort verlassen – wenn wir da stehen geblieben wären, wären wir danach ganz schön dünn gewesen

Nach dem Haus der Geschichte, das wir am Donnerstag besucht haben, mussten wir natürlich auch noch die Überbleibsel dieser Zeit erleben. Im Ahrtal stand der 17km lange Regierungsbunker, der bis 1992 ein gut gehütetes Staatsgeheimnis war, bei dem viele Arbeiter mitgebaut haben – darunter auch einige Spione der DDR… Nach der Fertigstellung konnte der Bunker 3000 wichtige Beamte 30 Tage lang beherbergen. Familien durften nicht mitgenommen werden – da trifft man Entscheidungen mit ganz anderen Hintergedanken.

Der Bunker war in den Weinbergen, die wir natürlich direkt erklimmen mussten. Die Aussicht war klasse und die Trauben haben gut geschmeckt.

Vom Bunker zum Klettergarten waren es nur 20 Minuten. Da die Zeit recht knapp war, mussten wir uns mit einem Bäcker als Mittagessen begnügen. Danach erfuhren wir, dass wir nicht zum Klettergarten, sondern zum Kletterpark wollten, der noch eine zusätzliche Stunde Gewaltmarsch vom Bäcker entfernt war.

Mit den Bildern vom Kletterpark müssen wir leider noch warten spielen, da gewisse Coaches um 4 Uhr nachts schon schlafen. Das liefern wir natürlich noch nach (oder meint ihr, wir sollten ihn aufwecken?).

Zu guter Letzt liefern wir natürlich noch das im letzten Post versprochene Bild vom Ball. Er war uns ein steter Begleiter an den Abenden, bis die Dunkelheit ihn verschluckte.

 

Pizza

Freitag, September 18th, 2020

ACHTUNG: Dieser Beitrag wurde teilweise von Teilnehmern mitgestaltet.

Der erste Wettbewerbstag (der Tag vor gestern): Yasmine, Lorenzo und Marc liegen, mit kaum unterschiedlichen Punktzahlen, vorläufig im oberen Mittelfeld auf Bronzerängen; Bumjun ist etwas weiter hinten, hat aber keinen Grund, sich davon für den zweiten Tag entmutigen zu lassen, auch da die Punktedifferenz nicht sonderlich groß ist. Der Ablauf war — eine gewisse Erleichterung darf man sich an dieser Stelle vorstellen — gänzlich reibungslos. Toll! Für den zweiten Tag (der Tag vor übermorgen) drücken wir schon die Daumen. In der Zwischenzeit standen und stehen aber noch einige Punkte auf dem Begleitprogramm, neben sportlichen und schlicht touristischen diesmal auch ein paar der historischen Bildung dienende…

Die Wahlplakate waren bunt, interessant, spannend, aufregend und hätten uns total überzeugt, einfach alle Parteien zu wählen. Der Panzer war zwar nicht bunt, aber trotzdem interessant, spannend und aufregend – was nicht bedeutet, dass wir ihn in Aktion erleben wollen. Nach Wahlwerbung haben wir auch noch richtige Werbung angeschaut und konnten die Waschmaschinen, Toaster und Unterwäsche sogar live betrachten. Anfassen verboten! Schade Marmelade. Zutiefst bedauerlich war auch, dass wir das Museum am Ende etwas fluchtartig verlassen mussten, um die Führung im Beethoven-Haus nicht zu verpassen. Verpasst haben deshalb auch einige Teilnehmer den Mondstein.

Vom Beethoven-Haus haben wir leider kein Bild.

Mindestens genauso spannend, wenn nicht spannender als das Beethoven-Haus war unser selbstgemachtes Codenames-Spiel am Abend. Wir haben natürlich gewonnen. Schreibt mal in den Kommentaren, was “Papierstapel 2”, “Sturzbetrunken 2” und “trauriger Hund 2” sein könnten. Findet ihr die Niederlande, das Schwimmbad und das Zäpfchen? Und wem gehört eigentlich das Dreieck?

Unglücklicherweise hatte Corinna heute (gestern) ein ernstes Gespräch mit der Rezeption, weshalb wir – im Gegensatz zu vorgestern (vorvorgestern) – am Abend keinen Volleyball ausleihen durften. Kurz entschlossen reisten wir zum nächsten TEDi und erstanden einen eigenen Ball. Bilder folgen (vielleicht) im nächsten Blogpost, also bleibt dran!

Ausflugstag(e)

Mittwoch, September 16th, 2020

Gestern durfte sich das Team in einem Freizeitbad entspannen und, wozu es sich überwiegend entschied, vergnügen: Mit sechs verschiedenen Rutschen und mehreren (!) Stunden improvisiertem Wasserball-Spiel. Der zweite Teamleiter konnte so viel sportliche Ausdauer kaum fassen und genoss lieber den Whirlpool.

Die ungewöhnliche Art der Austragung dieser Olympiade erfordert viel Arbeit, und zwar an erster Stelle von Seite der großartigen Ausrichter aus Singapur. Diese haben einiges auf die Beine gestellt, um den Wettbewerb zu einem tollen Erlebnis zu machen, und nicht zuletzt die vielen An- und Rückfragen der 80 Teams zu koordinieren, zu beantworten, und darauf zu reagieren. Um ein paar bei der Practice Session aufgetretene Probleme zu beheben, haben sie kurzfristig noch die von ihnen bereitgestellte Virtuelle Maschine etwas abgeändert. Nachdem wir die Updates durchgeführt hatten, konnten wir heute morgen noch an einer kleinen zweiten Practice Session teilnehmen. Alles in Butter.

Gruppenfoto vor Schloss Birlinghoven v.l.n.r. Bumjun, Lorenzo, Coaches Philip und Manuel, Yasmine, Marc(Gerhard), Dr. Oppermann

Danach wurden wir vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) im Institutszentrum Schloss Birlinghoven empfangen. Nach einem Mittagessen gab es erstmal eine Führung durch das beeindruckende Schloss, das die Coaches bei den BwInf-Bewertungswochenenden immer nur von außen bewundern konnten. Herr Oppermann kannte sich aber nicht nur mit den Gebäuden und Baustellen auf dem Campus aus, sondern hat uns auch von seinen Forschungsprojekten mit Mixed Reality erzählt. Ausprobieren durften wir die 3D Brillen aufgrund von Corinnas Beschränkungen leider nicht. Dafür hatten wir unseren Spaß mit dem Segway-Roboter und der Fischertechnik.

Die Reaktion dieses Knopfes vorherzusagen war in etwa so schwer, wie Monde zu malen.

Der nächste Programmpunkt war das 3D-Minigolfen, nur 5min vom Schloss entfernt. Die Idee war, den Raum durch eine 3D-Brille wie im Kino anzuschauen und dadurch von der Bahn abgelenkt zu werden. Eine Bahn war besonders schwer. Wir hatten schon einen Beweis ausgearbeitet, warum sie unmöglich ist, da hat es doch plötzlich geklappt.

Minigolf-Teambesprechung im Eismeer

Nach dem Minigolf samt obligatorischem Eisessen sind wir zum Hotel zurückgefahren, um dort Volleyball und Badminton zu spielen – manche mit mehr und manche mit weniger Enthusiasmus. Um dem Spruch “Sport ist Mord” keinen Nährboden zu geben und mit Blick auf den ersten Contesttag mussten wir mit Beginn der Dunkelheit auf Kartenspiele umsteigen.

Alles in allem ein recht entspannter Tag – morgen ändert sich das aber mit Beginn des eigentlichen Wettbewerbs. Wir melden uns wieder mit den Ergebnissen. Leider gibt es dieses Jahr kein Scoreboard für Teamleader, sodass wir euch nicht mit einem LiveTicker versorgen können.

Auftakt der ersten “virtuellen” IOI

Sonntag, September 13th, 2020

In Bonn hat die diesjährige Internationale Informatikolympiade (IOI) für das deutsche Team begonnen. Die ursprünglich für Singapur geplante Veranstaltung muss dieses Jahr leider “virtuell” stattfinden. Die Teilnehmer Bumjun Kim, Yasmine Briefs, Lorenzo Conti und Marc Strufe sind aber ungebrochen motiviert — so sieht es jedenfalls die Teamleitung, die hier über die nächste Woche bloggt.

Zu erkennen vermag sie das an der hohen Konzentration, die bei der Practice Competition, also dem Probelauf zum Finden insbesondere technischer Probleme, zu beobachten ist. Selten war dieser Test so nötig wie dieses Jahr: Eine IOI nicht an einem zentralen Ort, sondern verteilt auf die ganze Welt, ist für alle eine große Herausforderung. Bis eben lief alles glatt, dann sind bei allen Teams die Rechner abgestürzt und die schon erstellten Programme gelöscht worden. Ein Fehler in einem Skript. Lehrreich für alle: In Zukunft wird die Auto-Backup-Funktion wohl nicht ungenutzt bleiben.

Die Teilnehmer bei der Practice Session

Für morgen steht ein aktiver Tag auf dem Programm: Schwimmen ist angesagt. Dann können die Teilnehmer den kleinen Schreck auch gleich wieder vergessen.

Kurz vor dem Heimweg

Samstag, August 10th, 2019

Eben ist die Abschlusszeremonie in Aserbaidschan zu Ende gegangen, und hier ist das ersehnte Bild mit Edelmetall:

V.l.n.r.: Vincent de Bakker, Erik Sünderhauf, Lennart Ferlemann und Luis Bahners.

Am Vortag machten sich die überaus munteren Teilnehmer bereits am Morgen auf zu einer historischen Ausgrabungsstätte und einem Naturschutzgebiet. Danach ging es weiter zu einer Pferdeshow, auf der Reiter ohne Helm oder sonstige Schutzkleidung waghalsige Kunststücke auf ihren Pferden aufführten.

Eindrücke von der Pferdeshow. Ob die Flagge wohl groß genug ist?

Schließlich klang der gestrige Abend mit einem Open-Air-Dinner aus, bei der im Rahmen einer sogenannten „Cultural Night“ etwa 30 Teams verschiedene musikalische und insbesondere sängerische Darbietungen zum Besten gaben. Neben Klassikern aus aller Welt beeindruckt unter anderem ein vierstimmig singendes englisches Team. Während sich mehrere Aufführungen das Ausrichterlandes leider hauptsächlich um territoriale Ansprüche drehten, setzte das italienische Team mit „Bella ciao“ ein antifaschistisches Zeichen. Und auch die deutsche Mannschaft hat sich nicht lumpen lassen – mit dem Lied „Die Gedanken sind frei“ präsentierte Teamleiter Wolfgang seine Gedanken zum Wert von Demokratie und Pressefreiheit.

Nun stehen wir kurz vor dem Abflug, für den wir um 3:30 Uhr Ortszeit in den Bus steigen werden. Jedoch blicken wir mit einem lächelnden Auge zurück auf eine fabelhafte Woche voller Erlebnisse in einem geradezu exotischen Land, das sich viel Mühe gegeben hat, sich von seiner besten Seite zu präsentieren. Und natürlich werden wir auch unsere Medaillen mitnehmen 😉